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Der Erste Monat in meiner Gastfamilie

So ich hab mich jetzt endlich mal wieder aufgerafft den lang ersehnten Bericht über die ersten Wochen in meiner Gastfamilie zu schreiben.

Hier die wichtigsten Personen, die ich kurz beschreiben möchte: Marie-Claude Brais, Jeremy, Jaque, David, Sacarie, Juliette, Joelle, Olivier, Jens, Isabelle Madore, Clodie, Alexi, Keaver, Simone,Carl, Luc du Jardin, Annick, Jonathan, Louis (ups da ist ja ne ganz schöne Menge zusammen-gekommenJ).

Marie-Claude Brais:

Meine Gastmutter, 36 Jahre jung, arbeitet am Morgen auf einer Ranch (reitet mit Touristen in die Berge)- sie liebt Tiere, arbeitet am Abend als Kellnerin im „Petit Caché“, lange braune Haare, lebt sehr ökologisch und ist fast immer fröhlich

Jeremy:

Mein Gastbruder, 9 (bald 10) Jahre alt, schwarze lockige Haare, lernt Taek-Won-Do, geht in die 4.Klasse, spielt sehr gern am Computer und liest gern und vor allem liebt er Pferde

Jaque:

Nachbar, 63 Jahre alt, pensioniert, werkelt gern herum und hilft uns im Haushalt, sehr hilfsberet und freundlich

Sacarie:

Sohn von David, 7 Jahre, 1.Klasse, spielt gern mit Jeremy und Juliette

Juliette:

Tochter von David, 9 Jahre, 3.Klasse

Joelle:

Nachbar, 33 Jahre, liebt zeichnen, arbeitet in einer Jugendherberge

Olivier:

In meinem Jahrgang, mein erster Freund, spielt Schlagzeug in einer Band, kaspert viel rum

Jens:

Anderer Austauschschüler, bin seit dem Vorbereitungscamp mit ihm befreundet, wohnt bei Isabelle

Isabelle Madore:

Meine Area Rep, sehr nett, 33 Jahre alt

Clodie:

Sekretärin auf meiner Schule, regelt all meine schulischen Probleme

Alexi:

Freund, spielt Trompete und singt in der Band von Olivier, Scarfan

Keaver:

Freund, spielt Trompete, sehr lustig

Simone:

Freundin, arbeitet bei McDonalds

Carl:

Mathelehrer, begeistert von optischen Täuschungen

Luc du Jardin:

Geschichtslehrer, hält sich gern im Garten auf

Annick:

Koordiniert alles rund um den Musikunterricht

Jonathan:

Bruder von Marie, Kellner, spielt gern Konsolenspiele, 29 Jahre alt

Louis:
Freund von Marie, Portugiese

… so das hätten wir, jetzt kennt ihr die wichtigsten Leute, die ich bisher getroffen habe.

 

 

Zu meinem zu Hause:

Ich wohne auf einem riesigen Grundstück, auf dem 5 Häuser stehen. Auf der anderen

Straßenseite befindet sich ein wunderschöner See und man hat einen herrlichen Ausblick auf die Berge. Das alles gehört Marie. 4 von den 5 Häusern sind vermietet und dem letzten wohnen Marie, Jeremy und ich. Auf dem Grundstück steht außer den Wohnungen auch noch eine Werkstadt, ein kleiner Stall für die Pferde, ein Hühnerstall, und ein Gemüsegarten (der größte Teil davon ist von Marie und Jaque errichtet wurden). Wir haben einen Hund (Buddy), 3 Katzen (davon zwei Neugeborene und die Mutter), 25 Hühner, 5 Hähne, 2 Pferde (Queeny und Caporal), zwei Schwäne und neuerdings auch noch zwei Hasen.

 

Apropos Schule:

In Québec hat man einen Stundenplan für 9 Tage (anstatt 5 in Deutschland), das praktische daran ist, dass durch Feiertage kein Tag wegfällt. An jedem Tag hat man 4 Schulstunden à 75 Minuten, davon zwei vormittags und zwei nachmittags, dazwischen 80 Minuten Mittagspause. Ich werde früh viertel 9 vom Schulbus abgeholt und bin halb fünf wieder zu Hause. Meine Fächer sind: Mathe, Musik, Geschichte, Englisch, Sport, ECC (Berufsorientierung), FPS (Politik). Auf meine Schule gehen 1300 Schüler von der 7. bis zur 11. Klasse. Ich bin in der 11., der Sec 5. Die Lehrer unterrichten fast alle nur ein Fach und das auch immer im gleichen Raum.

 

Kurz zum Essen:

Marie ist Vegetarierin, darum gibt es bei uns im Haus kein Fleisch, sondern eher viel Obst und Gemüse. Die Kanadischen Nationalspeisen sind Poutine (Pommes mit Käse und Bratensoße) und Maiskolben. In Restaurants werden meistens Pizza, Hamburger, Sandwichs, Nudeln und Pommes angeboten. Getrunken wird viel Wein und Bier.

 

Wenn ihr bis hierhin erstmal Fragen habt oder einfach zu bestimmten Dingen noch genaueres oder mehr wissen wollt schreibt mir einfach einen Gästebucheintrag oder eine Mail, es kommt fast immer ein Antwort zurück und ich freue mich auf jeden Fall sehr.

 

Was ich bisher schon erlebt habe…??? Das ist sooooo viel….

In den ersten Tagen, bevor die Schule los ging hab ich mich erstmal etwas eingelebt. Ich hab mit Marie die schulischen Angelegenheiten, wie Bücher kaufen, Fächer wählen, Foto knipsen und Geld bezahlen geregelt und war mit ihr auf der Ranch und hab dort die Pferde abgebürstet, die Pferdeäpfel weggeräumt und sonst noch geholfen was zu helfen war.

Ich habe Jaque geholfen, das Dach des Stalls ordentlich zu decken, ein Regal für seinen Sohn zu bauen und den Rasen gemäht. Natürlich habe ich bei dem schönen Wetter keine Gelegenheit ausgelassen im See ein paar Runden zu drehen. Am Sonntag war ich dann mit Marie und Jeremy im Kletterwald in Mont Tremblant und bin durch die Bäume geturnt. Am Abend waren wir in Maries Restaurant essen, was natürlich erstklassig geschmeckt hat.

Am Freitag war dann der erste Schultag und ich hab meinen Stundenplan erhalten und hatte meine ersten zwei Schulstunden: Sport und Kunst. Am Samstag war ich dann mit Jens und seiner Gastfamilie auf einem kleinen Festival in Saint-Donat. Dort habe wir uns ein paar québequoisische Bands angehört und waren am Strand baden. Dann ging auch schon meine erste Schulwoche los und ich hab mich jeden Tag ein wenig besser zurechtgefunden und ein bisschen mehr verstanden. Am Wochenende waren wir dann mit Louis auf dem Roten Fluss Kanu fahren, wunderschöne Landschaft und 50 cm Wassertiefe. Am nächsten Wochenende bin ich mit Marie, Jeremy und Joelle gleich nach der Schule zu einem Western-Festival in St-Tite gefahren (3 Stunden Autofahrt). Wir haben bei Maries Freundin Rose geschlafen und mit ihr zu Abend gegessen. Am Samstag waren wir dann in der Stadt, wo Pferde durch die Strassen ritten und Die Häuser wie im Cowboyfilm dekoriert waren (sogar die StrassenschilderJ). Bis um 8 sind wir durch die Strassen geschlendert, haben die vielen Buden durchgesehen und uns die Ställe der Pferde angesehen. Um 8 ging dann das riesen Highlight los: eine riesen Arena, von Scheinwerfern überflutet, laute Musik und ein Stadionsprecher kündet die folgende Show an: Flammen schießen aus dem Boden und schon geht’s los. Rodeo auf Wildpferden mit und ohne Sattel, auf Stieren (nach dem Sturz des Reiters lenken Clowns den Stier ab, damit er nicht seinen Reiter aufspießt), Reiterwechsel in vollem Galopp, aufsitzen eines zweiten Reiters in vollem Galopp, einfangen eines Kalbes mit einem Lasso, es umschmeißen und die Hufe zusammenbinden, Zwischeneinlagen von tanzenden Pferden und Lassotricks: atemberaubend, Nerven zerfetzend, spannend, verückt: Fazit: eines der geilsten Erlebnisse, das ich je hatte. An diesem Wochenende war ich mit Marie wieder auf der Ranch und bin zum ersten Mal in meinem Leben geritten: entweder ich bin ein Naturtalent oder es ist wirklich so einfach.

 

Wer sich jetzt wundert wo die Schultage sind muss sich noch etwas gedulden, aber sei noch einmal gesagt, ich freue mich über jede Mail und jeden Gästebucheintrag.

21.9.08 21:24
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jörg Danne (5.5.12 13:34)
Hallo Ruben,

mein Sohn ist im kommenden Sommer Gastschüler in Marie-Claude's Familie.

Deswegen ist dein Blog für uns auch so interessant.
Vielen Dank für die ausführlichen Schilderungen!

Frage: Spricht Marie-Claude auch Englisch?

Meine Email Adresse: jdanne@t-online.de
Von meinem Sohn Anton:

Vielen Dank für deine Antwort
Jörg Danne

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